Bodenbearbeitung: Kritik

Das Hula-Tal wird trockengelegt

Das Hula-Tal/ die Chulaebene (hebräisch ‏עמק החולה‎ Emek haChula „Chulatal“; arabisch ‏سهل الحولة‎, DMG Sahl al-Ḥūla „Hula-Ebene“; im Deutschen auch Hulaebene oder Huleebene) ist eine Ebene in Galiläa in Nordisrael am Fuß der Golanhöhen.

Eine gänzlich andere Art der Bodenbearbeitung bedeutete in den Anfängen die Trockenlegung von Sümpfen.

Frühe Siedler im Chula-Tal, Israel
Die allererste Besiedlung des Hula Tals, Januar 1869. Quelle: Wikipedia, John MacGregor
Beim Fischen, Hula See, PikiWiki_Israel_7247_Hahula
Fischer am Hula See / Lake Hula, ca. 1943. Quelle: The Galil Elion Arcive PikiWiki

 

PikiWiki_Israel_3400_Health_in_Israel
Malaria Klinik im Chulavalley/ Hulatal, ca. 1938. Quelle: Digital Media Center of the University of Haifa via the PikiWiki

Am Beispiel des Hula-Tals zeigte die Natur deutlich, dass uns Menschen doch ab und zu Grenzen gesetzt werden (müssen). Das Hula-Tal ist ein Teil des Syrisch-Afrikanischen Grabenbruchs, mit den Golan-Höhen im Osten und dem Naphtali-Gebirge im Westen. Der im Nordosten stehende Berg Hermon saugt das Regenwasser und die Schneeschmelze wie ein Schwamm auf. Das in den Berg eingesickerte Wasser kommt weiter unten als Quellen wieder heraus.

Die bekanntesten Quellen sind Dan und Banjas.

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Einst hatten ausströmende Lavamassen den Abfluss der Quellen nach Süden hin verstopft und einen enormen Sumpf geschaffen. Dieser Sumpf wurde 6.000 Hektar groß und war von Malaria-Mücken verseucht.

In den 1950er-Jahren wurde das Gebiet trocken gelegt, um Flächen zur landwirtschaftlichen Nutzung zu gewinnen. Anfangs war man, damals sicher zu Recht, stolz auf diese ungeheure Leistung. Bauern siedelten sich an, große Felder mit Früchten, Obst und Getreide entstanden. Es war ein Vorzeigeprojekt. Doch vier Jahrzehnte später zeigten sich die erschreckenden Auswirkungen dieses Eingriffs in die Natur. Aus dem Emek Chula (Hula-Tal) war ein Emek Cholah (krankes Tal) geworden.

Schöne Aussicht: Blick in das Chulavalley, das der JNF-KKL in den Anfangstagen trockengelegt hatte. Foto: Christian Seebauer
Das Hulatal heute: Blick in das Chulavalley vom Israel National Trail aus.  Foto: Christian Seebauer

 

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Israels erster Nationalpark

Durch den ausgetrockneten Boden gelangten nun Torfe und Nitrate in den See Genezareth (Kineret), das wichtigste Süßwasser-Reservoir des ganzen Landes. Es musste schnellstens gehandelt werden, um den See nicht vollends verschmutzen zu lassen. Anders als bei der Trockenlegung, die durch Pioniere erfolgte, zog der Fonds nun Spezialisten zu Rate. Diese ließen 100 Hektar der Gesamtfläche an der richtigen Stelle wieder unter Wasser setzen. Mit dieser Maßnahme stieg der Jordanfluss als wichtigster Wasserlieferant für den Kineret zurück auf sein normales Niveau. Seit 1994 speist der Jordan den See Genezareth wieder mit frischem Süßwasser.

Der Fonds nutzte die Gelegenheit zudem, aus dem 100 Hektar großen Gebiet den ersten Nationalpark Israels zu schaffen. Auf kargem Wüstenboden reifen die feinsten Weinsorten Israels, auch dank ausgeklügelter Bodenbewirtschaftung. Dattelpalmen gedeihen auf dem salzigen Boden im Süden Israels hervorragend und bringen erstklassige Früchte hervor. Eine Vielzahl von Vogelarten hat sich hier niedergelassen.

 

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Bis heute wurde ein großer Teil des Tals renaturiert

Nicht immer macht man alles richtig. Kritik, Beobachtung und Korrektur – auch das gehört zur Geschichte der Bodenbearbeitung. Heute ist das Hula-Tal wieder ein gut funktionierendes Ökosystem mit sehr lebendigem Tierleben geworden. Berühmt ist die Artenvielfalt der Vögel, die sich hier angesiedelt haben.

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Dror Feitelson, PikiWik:i: Pelikanwanderung am Hula See/ Lake Hula
Dror Feitelson, PikiWik:i: Pelikanwanderung am Hula See/ Lake Hula

 

Auszug aus Wikipedia:

Ökologische Bedeutung

Die Chulaebene ein wichtiger Rast- und Ruheplatz für viele Zugvögel, die das Mittelmeer über die Länder an seinem Ostufer umfliegen. In verbleibenden Naturschutzgebieten finden die Vögel ungestörte Ruheplätze und ausreichend Nahrung auf ihrem Weg. Der Wasserreichtum des Gebiets ermöglicht darüber hinaus eine reiche einheimische Fauna und Flora. Im Chula-Naturschutzgebiet leben neben Wasservögeln auch Wasserbüffel und Wildkatzen. Um die Natur zu schützen, wurden außerdem weitere Naturschutzgebiete, u. a. am Banyas und am Dan, angelegt.

 

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